sonstige Gruppen

 

 

Geschichte der Fünfkampfabteilung des OSC Potsdams

Im August des Jahres 1990 wurde von 21 ehemaligen Fünfkämpfern der 60er Jahre der Brandenburgische Verband für Modernen Fünfkampf gegründet. Auf dem traditionsreichen Gelände des Luftschiffhafens, der einstigen Trainingsstätte der Fünfkämpfer, bildete sich eine Abteilung dieser Sportart innerhalb des OSC Potsdam. Mit Klaus Petrikowski und Peter Stanitzki, geben zwei Gründungsmitgliedern und ehemalige Fünfkämpfer im Verein gern ihre Erfahrungen an den Nachwuchs weiter. Die Anerkennung als Landesstützpunkt ließ nicht lange auf sich warten. 2009 folgte sogar die Ernennung zum Bundesnachwuchsstützpunkt. Die sportlichen Erfolge, aber auch die Vielzahl an begeisterten Mehrkämpfern machten diese Entwicklung möglich. Zahlreiche Deutsche Meisterschaftsmedaillen wurden in den letzten Jahren gesammelt und Teilnahmen an Welt- und Europameisterschaften errungen.

  

 

 

 

 

Folgende Disziplinen gehören zum Modernen Fünfkampf:

 

Schießen/ Combined

In der Jugend C (12/ 13 Jahre) wird im Wettkampf mit der Luftpistole 10 Schuss auf eine 10 m entfernte Präzisionsscheibe mit 155 mm Durchmesser geschossen. Die Athleten haben 40 Sekunden Zeit ihren Schuss abzugeben. Die Scheibe hat 10 mittige Ringe. Für den äußersten gibt es einen Ring und für den mittigsten gibt es 10 Ringe. Die Ringe 1 bis 6 haben einen weißen Hintergrund, die Ringe 7 bis 10 dagegen einen schwarzen. Die Ringe werden addiert und in Punkte umgerechnet. Wenn ein Athlet 86 von 100 möglichen Ringen erreicht, erhält er 1000 Punkte. Jeder Ring über oder unter 86 Ringen zählt 12 Punkte dazu oder weniger.  Ab der Jugend B (ab 14 Jahre) wird das Combined Event eingeführt und stellt immer den Abschluss eines Wettkampfes dar. Das Sportgerät ist weiterhin eine Luftpistole und eine Scheibe der Größe 59,5 mm (entspricht der Größe 7 auf der Präzisionsscheibe) muss getroffen werden. Der Sportler läuft an und hat die Scheibe fünfmal zu treffen anschließend läuft er 1000 m und schießt ein weiteres mal. Nach erfolgreichen fünf Treffern schließen nochmal 1000 m an, ab der Jugend A (16 Jahre) wird die Strecke um eine dritte Schießeinlage und einen dritten 1000 m Lauf verlängert. Die Gesamtzeit wird in Punkte umgerechnet.

 

Fechten

Gefochten wird mit einem Degen. Jeder Athlet muss gegen alle anderen auf einen Treffer fechten. Für jeden Treffer hat man eine Minute Zeit. Wenn keiner der beiden Fechter innerhalb dieser Minute den Anderen trifft, erhalten beide eine Niederlage. Die Trefffläche ist der ganze Körper. Die Treffer werden mit einer elektronischen Spitze registriert. Für 70% der maximal möglichen Treffer gibt es 1000 Punkte.

 

Schwimmen

Beim Schwimmen werden bis zur Jugend C (12/ 13 Jahre) 100 m und ab der Jugend B (ab 14 Jahre) 200 m in der Freistiltechnik geschwommen. Die Läufe werden nach persönlichen Bestzeiten der Athleten eingeteilt. Über 100 m Schwimmen sind z.B. bei den Jungen 01:14 min 1000 Punkte. Eine Zeit von 2:30 min über 200 m bringt 1000 Punkte. Jede 3/10 Sekunde gibt 4 Punkte mehr oder weniger, daraus ergeben sich 12 Punkte für eine Sekunde.

 

Reiten

 

Die Athleten Reiten auf fremden zugelosten Pferden, die vom Veranstalter gestellt werden. Gesprungen wird über Hindernisse, die etwa 120 bis 150 cm hoch sind. Aufgebaut sind 12 Hindernisse mit 15 Sprüngen. Dabei ist also eine doppelte und eine dreifache Kombination. Der Parcours ist etwa 350 bis 450 m lang. Zum Aufwärmen haben die Athleten 20 Minuten Zeit. In der Zeit dürfen sie über maximal 5 Hindernisse springen. Zu Beginn des Wettkampfes hat jeder Athlet 1200 Punkte. Wenn eine Stange runtergeworfen wird, werden 20 Punkte, verweigert das Pferd den Sprung werden 40 Punkte abgezogen. Wer den Parcours nach der vorgegebenen Zeit beendet bekommt für jede Sekunde, die er über der vorgegebenen Zeit liegt weitere 4 Punkte abgezogen. Wer doppelt so lange braucht, wird disqualifiziert und erhält für diese Disziplin 0 Punkte. Das Reiten stellt durch den Umgang mit einem Lebewesen eine sehr große Herausforderung dar und ist immer eine aufregende Sache, sowohl für den Athleten als auch für den Zuschauer.

Hier kommt der Potsdamer Reitverein e.V. ins Spiel, denn wir sind Landesleistungsstützpunkt für die Sektion Reiten im „Modernen Fünfkampf“. Bei uns trainieren mehrmals wöchentlich die Jugendreiter der Sportschule Potsdam und erarbeiten sich die reiterlichen Grundlagen für die Wettkämpfe auf nationalem und internationalem Niveau. Verantwortliche Trainer sind die Reitwartin des Potsdamer Reitverein e.V. Frau Sigrid Geschwandtner und Herr Uwe Zimmer, Jugendwart/Reit- und Fechttrainer des OSC Potsdam.

 

Laufen

Die Athleten durchlaufen bis zur Jugend C (12/ 13 Jahre) eine 1000 m lange Strecke, tw. im Gelände. Die Zeit wird auch hier in Punkte umgerechnet und zu den anderen Disziplinen auf addiert. Durch die Combinedeinführung fällt ab der Jugend B (ab 14 Jahre) der eigentliche Geländelauf weg und wird durch Schießeinlagen, jeweils nach 1000 m unterbrochen. Bei Olympischen Spielen, Welt- oder Europameisterschaften und Weltcups wird mit Handicap gestartet. Das Handicap eines Athleten ergibt sich aus der Punktedifferenz zum Erstplatzierten. Diese Differenz wird in Sekunden umgerechnet. Eine Sekunde sind 4 Punkte und in dementsprechenden Zeitabständen erfolgt der Start. Der Führende startet also als Erster bei Null und wer zu Erst durch das Ziel läuft hat den Mehrkampf für sich entschieden. Bei anderen Wettkämpfen wird mit einem Massenstart diese Disziplin gestartet.

 

www.pentathlonpotsdam.de 

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